Sehr geehrte Damen und Herren,


Petre Köpping Portrait„Ach, so ist das?!“ – würde ich mir als Reaktion und als Antwort viel häufiger wünschen. Denn der Ausspruch zeigt ja, das jemand Fragen stellt, Interesse hat, dass Menschen miteinander reden. Miteinander reden ist überhaupt das Wichtigste. Erst dadurch ist es möglich, Verständnis füreinander zu entwickeln und dauerhaft aufzubringen. Aber es geht nicht nur um Verständnis – es geht gerade in Bezug auf die Community um Akzeptanz. Wir sind alle Menschen, und jeder und jede von uns ist anders. Aber sollte uns das Trennen oder nicht doch in unserer ganz individuellen Unterschiedlichkeit einen?

Damit aus dem Fragezeichen – das vielleicht noch eine kleine Skepsis impliziert – ein klares Ausrufezeichen wird – als starkes Zeichen für Selbstverständliches, muss noch einiges getan werden.

Die LSBTIQ*-Community ist leider noch nicht in allen Bereichen gleichgestellt. Sowohl was die rechtliche Dimension anbelangt, aber auch, was die Schranken in den Köpfen angeht. Dabei ist es in einer offenen und aufgeklärten Gesellschaft doch völlig unerheblich wer wen wie liebt. Die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt sollte selbstverständlich sein. Eine moderne Gesellschaft sollte sich dadurch auszeichnen, dass jeder Mensch in seiner persönlichen Lebensführung frei ist – so lange er nicht die Freiheit des Anderen beeinträchtigt. In einer modernen Gesellschaft sollte Pluralität nicht als Bedrohung empfunden werden, sondern als Normalfall.

Ich wünsche mir mehr Offenheit und mehr Miteinander und in diesem Sinne noch mehr „Ach, so ist das?!“-Momente

Herzliche Grüße

Petra Köpping
Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

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